Malwettbewerb


Hier unsere 10 Gewinner des Malwettbewerb

bei der Preisübergabe

Elena Seibold mit ihrem Bruder

Elisa Osterlehner

Ida Rott

Leonie Hoermann

Lia Stoerrle

Melissa Canbulat

Manuel u. Elisabeth Kempter

Max u. Mina Schmid


Hallo Kids,

wir vom VfR Jettingen sind total begeistert!!!

Ihr habt uns viele schöne und lustige Bilder

von eurer Lieblingssportart gemalt.


Alle Bilder des Malwettbewerbs


Die Bilder werden im demnächst den Bewohnern des Isabella-Braun-Seniorenheims in Jettingen übergeben. Diese werden sich bestimmt sehr über eure schönen Bilder freuen.


Herzlichen Dank fürs Mitmachen

und ich hoffe ihr hattet ganz viel Spaß!!!


Karsten Hahn, 1. Vorstand, VfR Jettingen
Handy: 017631620941
Mail: 1.vorstand@1923.vfrjettingen.de


Unvergessliche Spiele


Wie das legendäre Team des VfR Jettingen vor 50 Jahren drei Mal aufstieg

1967 war der VfR Jettingen in die B-Klasse abgerutscht. Doch dann gelang einer legendären Mannschaft um einen legendären Trainer etwas bis dahin Einmaliges.

Vor 50 Jahren vollendete sich die Erfolgsgeschichte einer Fußballmannschaft, die heute zu Recht als legendär eingestuft wird. Denn keiner hatte auch nur einen Blumenkübel auf den VfR Jettingen gesetzt, als er 1967 in der damaligen B-Klasse abgetaucht war. Drei Spielzeiten später wurde das Unvorhersehbare Wirklichkeit: Über die A-Klasse und die Bezirksliga stieg das Team in die Landesliga Süd auf, die damals die zweithöchste Spielklasse in Bayern darstellte. Nie zuvor war eine Mannschaft aus dem Landkreis Günzburg so hoch gestiegen. Erheblich zur Legendenbildung rund um den Dreimal-in-Folge-Aufsteiger beigetragen hat neben den erwartbaren Geschichten über Väter und Vollender des Erfolgs der ganz und gar merkwürdige Umstand, dass die Frage nach dem exakten Datum des Aufstiegs drei Antwortmöglichkeiten bietet.

Im Rückspiegel betrachtet, wurde der 31. Mai 1970 zum Glückstag der jungen Wilden. Um den taktisch gewieften Trainer Wilfried Stichter und den enorm spielstarken Leitwolf Gerhard Liegel scharten sich ja bis zu neun Jungspunde mit 20, 22 Jahren, die den Ehrgeiz und den Esprit der Jugend auf den Platz trugen. Lampenfieber kannten diese Kicker nicht, als sie zu ihrem vorletzten Auftritt in dieser Runde bei Tabellenführer NCR Augsburg antraten, der die 13er-Spielgruppe phasenweise dominiert hatte. Am Ende hatte Jettingen nach Treffern von Ambros Wagner und Paul Binder 2: 1 gewonnen und kletterte zum ersten Mal in dieser Saison auf den Platz an der Sonne. Dass dieser Erfolg bereits den Titelgewinn bedeutete, wusste aber noch niemand. Der Jubel fiel entsprechend verhalten aus und das blieb auch so, nachdem die Jettinger in ihrem abschließenden Saisonspiel den SC Ichenhausen 3: 2 geschlagen hatten. Selbst an diesem 7. Juni 1970 (einen Tag zuvor hatte der SCI sein 50-jähriges Vereinsbestehen mit einem Freundschaftsspiel gegen den TSV 1860 München gefeiert) war noch nicht klar, dass es tatsächlich reichen würde. Alfred Seitz, als linker Außenläufer gleichermaßen nach vorne wie nach hinten orientiert, erinnert sich mit einem Schmunzeln an damals alltägliche Gegebenheiten: „Wir konnten uns gar nicht so richtig freuen, weil wir wussten, dass NCR noch zweimal spielen wird. Hätten die Augsburger zweimal gewonnen, wären sie vor uns gewesen.“ Genau das hätte der Papierform entsprechend auch passieren müssen, doch in seinem Saisonfinale am 21. Juni patzte der Aufstiegsfavorit – und jetzt, endlich, war Jettingen Bezirksliga-Meister.

Meister der Bezirksliga Schwaben Nord 1969/70 wurde die Mannschaft des VfR Jettingen. Das Bild ist der 1983 erschienenen Chronik „60 Jahre VfR Jettingen“ entnommen.

Offiziell gefeiert wurde der sportliche Erfolg mit einer politischen Fußnote auf gesellschaftlicher Bühne. Die zum 1. Januar 1970 installierte Marktgemeinde Jettingen-Scheppach benötigte bei vielen Zeitgenossen noch etwas Werbematerial und der im Mai gewählte Bürgermeister Theodor Knappich hatte die blitzgescheite Idee, die Fußball-Helden nach einem Empfang im Jettinger Rathaus mit Pferdekutschen nach Scheppach zu bringen und sie beim dort stattfindenden Bezirksmusikfest zu präsentieren. Der Tag wurde zum Steilpass für das gerade entstehende Bindungsgefühl.

Vereinsintern kamen Fragen nach Motivation oder Teamgeist erst gar nicht auf. Das lag am Zeitgeist und, darauf legt Seitz in der Rückschau Wert, an der besonderen Zusammensetzung dieser Jettinger Mannschaft. „Für uns alle hatte der Fußball erste Priorität“, betont der frühere VfR-Kicker. Auch das Ziel, immer gewinnen zu wollen, kam nach seinen Erinnerungen von innen und vor allem von den vielen jungen Spielern. Doch ohne Routine ging auch damals nichts im Fußball. Die passenden Schlüssel zum Erfolg steuerten laut Seitz die beiden Sportkameraden Stichter als Steuermann von außen und Liegel als Leitwolf auf dem Platz bei.

Stichter übernahm das Gros des späteren Landesliga-Aufsteigers bereits als Jugendtrainer in Jettingen. Zum Glücksfall wurde er vor allem durch seine Eigenart, Techniken des „großen“ Fußballs ins Amateurlager zu übersetzen. So wurde er über den VfR Jettingen hinaus zu einem Wegbereiter des modernen Fußballs in der Region. Seitz erinnert sich mit einem Grinsen, wie arg sich Neuzugänge plagen mussten, um das in Jettingen längst eingeführte Zwei-Kontakt-Spiel zu verinnerlichen. „Da hieß es Ball annehmen – Ball spielen, so schnell wie möglich. Das war schon was für damalige Zeiten.“ Auch Übungen mit dem Medizinball hätten zu den Trainingsmethoden des 1937 geborenen Stichter und vor fast genau einem Jahr gestorbenen Stichter gehört, fügt Seitz hinzu. Woher Stichter sein Fachwissen unter anderem hatte, vermag sich Günther Brenner gut zu memorieren. Der damalige Schriftführer des SV Scheppach und spätere Vorsitzende des VfR Jettingen verfolgte damals als Fan die Spiele des VfR-Teams. Aus seiner Sicht war Stichter „ein Mann mit Weitblick“. Wann immer es ging, habe er in München die Trainingseinheiten des FC Bayern und des TSV 1860 beobachtet. Lachend erzählt Brenner folgende Anekdote: „Da hat er zum Beispiel gesehen, dass die mit Deuserbändern arbeiten. Das wollte er auch in Jettingen umsetzen. Aber sein Antrag auf 25 Bänder wurde von der Vereinsführung abgelehnt.“ Mit anderen Ideen setzte sich der Coach leichter durch. Laut Brenner hat Stichter „die Bandenwerbung angeleiert oder ein Stadionheft“. Stichter kam damals bei der Landesliga-Spielgruppentagung im Haus des Sports in München auch der Blitzgedanke, Heimspiele an Samstagen auszutragen. Das bescherte den Jettingern heute unvorstellbare Zuschauerzahlen, denn plötzlich konnten auch Fußballer anderer Amateurvereine vor Ort dabei sein, wenn das Aushängeschild des Landkreises spielte. „Die standen teilweise in Dreierreihen am Platz“, erinnert sich Seitz und der in Sachen Statistik immer bestens präparierte Brenner weiß: „In der Landesliga-Saison waren das insgesamt 10 450 Zuschauer bei 17 Heimspielen.“

Als zweite Säule steuerte Stichter bereits während des Zwischenspiels in der A-Klasse den ehemaligen Studenten-Nationalspieler Liegel bei. Das Jettinger Eigengewächs kannte der Trainer privat und so musste er den großartigen Fußballer nicht lange bitten, als Führungsfigur zum Heimatverein zurückzukehren. Die Erinnerung an das Kennenlernen in der Kabine entlockt Seitz heute noch ein Schmunzeln. „Wir hatten da eine große Portion Ehrfurcht, weil uns etwas ganz Besonderes vorgestellt hatten. Und dann kam Liegel mit einem ganz normalen Plastiksäckchen unter dem Arm zum Training – während wir mit Föhn und Rollbürste an der Steckdosenleiste standen.“ Starallüren also plagten den Mann nicht und sobald es zur Sache ging, sei der bereits 1999 verstorbene Liegel allen Vorschusslorbeeren mehr als gerecht geworden, berichtet Seitz.

Ein bisschen schade findet Seitz, dass sich die Aufstiegshelden von damals nicht regelmäßig treffen. „Es hat keiner so richtig in die Hand genommen, so etwas zu organisieren. Da wir ja leider schon Todesfälle hatten, trifft man sich meistens nur in Trauer“, sagt er. Aus gegebenem Anlass soll es aber noch in diesem Jahr eine große Zusammenkunft geben, verrät Brenner. Einzelheiten mag er nicht verraten, aber es werden alle Spieler der damaligen Mannschaft eingeladen und es wird auch jeder ein Erinnerungsgeschenk erhalten.

In älteren Unterlagen, wie dem Heftchen zum 60-jährigen Bestehen des Vereins, haben Günther Brenner und Alfred Seitz viele Hintergründe zum Landesliga-Aufstieg des VfR Jettingen 1970 gefunden.


Der Barren war ihr Lieblingsturngerät

Jubiläum II  Anna-Maria Weizenhöfer turnte bis vor Kurzem. Heute wird sie 90

„Entweder man hat es oder man hat es nicht“, sagt Anna-Maria Weizenhöfer. Damit meint die Jettingerin, dass man gut turnen könne oder auch gar nicht. Sie jedenfalls konnte es. Bis vor einem knappen Jahr leitete sie beim VfR Jettingen sogar noch zwei Seniorenturngruppen. Damals war Anna-Maria Weizenhöfer 89, heute feiert sie ihren 90. Geburtstag.

Schon immer hätten einzelne Familienmitglieder im Sport hervorgestochen, erzählt die Jubilarin. Nicht anders bei ihr selbst: Bereits als Kind sei sie eine gute Turnerin gewesen, unheimlich gelenkig, und sie habe schon damals Preise gewonnen. Anna-Maria Weizenhöfer stammt aus dem Ort Würbenthal im Altvatergebirge. Nur: Durch die Aussiedlung habe man vieles verloren, sagt sie.

Zunächst sei sie in die Gegend von Altenstadt gekommen und dann, nachdem sie ihren Mann Walter kennengelernt habe, nach Jettingen. Mitte der 60er Jahre ging es bei ihr mit dem Turnen wieder weiter. Anna-Maria Weizenhöfer erinnert sich noch daran, als 1966 die Jettinger Turnhalle, die heutige Turn- und Festhalle, gebaut wurde. Nachdem es damals niemanden gegeben habe, der die Jugend zusammenführte, habe sie diesen Posten übernommen, fährt sie fort. Begonnen hatte es mit zwei Kinderturngruppen und es folgte die Teilnahme an zahlreichen Gaukinderturnfesten. Für den Sportlerball studierte sie eine Tanzgruppe ein, sie übernahm die Choreografie und die Musik dazu suchte sie selbst aus. Später übernahm sie das Erwachsenenturnen, ihrem Übungsleiterschein folgte schließlich auch noch der Seniorenschein. Eine Zeit lang erteilte sie als Übungsleiterin an der Markgrafen-Realschule Burgau sogar Sportunterricht.

Anna-Maria Weidenhöfer war jahrzehntelang mit dem VFR Jettingen verbunden. Zahlreiche Bilder zeugen davon, die die ehemalige Trainerin gerne anschaut. Heute feiert die Jettingerin ihren 90. Geburtstag. Bild: Peter Wieser

Für viele Jettinger ist ihr Name ein Begriff, nicht zuletzt, weil sie Anna-Maria Weizenhöfer schon seit ihrer Kindheit kennen. Damit werden ihr heute auch zahlreiche Bekannte zu ihrem 90. Geburtstag gratulieren. Feiern wird die Jubilarin diesen dann am Sonntag im Kreis ihrer Familie, zusammen mit ihrer Tochter und ihrem Sohn und mit deren Familien, sowie fünf Enkeln und zwei Urenkeln. Die seien ihr Sonnenschein, betont sie.

Anna-Maria Weizenhöfer ist seit vielen Jahren beim VFR Jettingen Ehrenmitglied. Von ihren Tätigkeiten im Verein gibt es zahlreiche Bilder, die sie sich immer wieder gerne ansieht und sich dabei an die früheren Zeiten zurückerinnert. „Der Sport hat mich fit gehalten“, sagt die Jubilarin. Der fehle ihr jetzt schon ein bisschen. Auch der Barren: der sei nämlich ihr Lieblingsgerät gewesen. (wpet)

DFB Ehrenamtspreis


Ehrenamtliche aus der Region erhalten DFB-Sonderpreis

54 Vereinsmitarbeiter werden beim 20. schwäbischen Bezirksehrenamtstag  ausgezeichnet. Auch vom SV Eggelstetten und FSV Flotzheim sind Ehrenamtliche vertreten. (01.12.2018)


„Das Ehrenamt soll keine Last, sondern eine Quelle sein“ – mit diesen Worten brachte es Bezirksehrenamtsreferent Günther Brenner im Kurhaus in Göggingen beim 20. Bezirksehrenamtstag des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) auf den Punkt. Denn dort, im herrlichen Saal, wurden 54 Ehrenamtliche aus den drei Kreisen Allgäu, Augsburg und Donau mit dem DFB-Sonderpreis ausgezeichnet.

Die Liste der Tätigkeiten der Geehrten ist lang: Organisation von Jubiläen, Durchführung von Altpapiersammlungen, Bewirtung im Sportheim, Reinigung der Trikots oder diverse Hausmeistertätigkeiten sind nur ein Bruchteil davon, was die vielen freiwilligen Helfer in den Vereinen jeden Tag leisten. Die Liste könnte man beliebig erweitern und die Posten wie Abteilungsleiter, Platzwart, Trainer, Vorstand oder Pressereferent gehören ebenfalls zum Repertoire der vielen Ehrenamtlichen.

Gerade im Jugendbereich ist der tägliche Einsatz unentbehrlich. Um genau dieses große und vielseitige Spektrum mit Dank und Anerkennung zu würdigen, veranstaltet der Bayerische Fußball-Verband jährlich den Ehrenamtstag. Dabei stehen die fleißigen und stillen Helfer im Mittelpunkt des Vormittags. „Dieser Tag ist nicht nur ein Danke, sondern auch ein Lob für die Zeit, die ihr alle eurem Verein schenkt“, sagte Augsburgs-Kreisvorsitzende und Moderatorin Carola Haertel bei der Begrüßung. Bezirksehrenamtsreferent Günther Brenner bezeichnete die Gäste bei seiner Eröffnungsansprache als „stille Helden des Fußballsports“: „Eure Tätigkeiten sind für den Bestand und Fortbestand der Vereine enorm wichtig. Durch das ehrenamtliche Engagement bereichert ihr das gesellschaftliche Zusammenleben und helft tatkräftig mit, was für das Vereinsleben dienlich und förderlich ist“. Auch der neue Bezirkstagspräsident Martin Sailer war in seiner Festansprache voll des Lobes: „Ich habe auch viele Jahre Fußball gespielt und ich erinnere mich an viele Menschen, die unseren Jugendtraum realisiert haben.“ Ganz egal ob Trainer, Platzwarte, Trikotwäscherinnen oder die fahrenden Eltern. „Sie haben es uns ermöglicht“, würdigte er und zitierte gleichzeitig Adolph Kolping, der einmal sagte: „Die Gesellschaft lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht“.

Wenn man die Tätigkeiten der einzelnen Geehrten anschaut, dann wird einem schnell klar, dass vor allem im Jugendbereich viel getan wird. BLSV-Vizepräsident Bernd Kränzle und Verbandsehrenamtsreferent Stefan Merkel reihten sich ebenfalls bei den Lobeshymnen an. „Ihr schafft die Basis, damit alle ihren Spaß erleben können“, so Merkel.

Danach wurden die insgesamt 54 Geehrten mit dem DFB-Sonderpreis, einer hochwertigen Armbanduhr ausgezeichnet. „Das ist der Oscar des Fußballsports“, befand Günther Brenner und zur Musik des Duos „Oak Hill Road“ und leckeren Gaumenfreuden klang der Vormittag bei heiteren Gesprächen gemütlich aus.

Die Geehrten aus dem Kreis Donau:

SpVgg Wiesenbach: Erwin Aleiter

JFG Günztalkickers: Albert Müller

TSV Unterthürheim: Martin Meitinger, Werner Mattes

Eintracht Autenried: Ernst Tischler, Reinhard Schorer

SV Eggelstetten: Andreas Nagl; SV Grosselfingen: Armin Mölle

VFR Jettingen: Rudi Stöppel, Elfriede Marz

FSV Flotzheim: Reinhard Ferber

SV Hohenaltheim: Wilhelm Leimer.


„Stille Helden“ sind die Grundsäulen

In Höchstädt werden 49 Fußball-Funktionäre aus Schwaben ausgezeichnet. Aus dem Landkreis Günzburg kommen Jörg Hahn, Hermann Heininger und Hans Kempfle (27.11.2013)

In Höchstädt fand diesmal die DFB-Sonderehrung für verdiente Fußball-Vereinsmitarbeiter aus dem Bezirk Schwaben statt. Unser Foto zeigt die Ehrenden und die Geehrten aus den Landkreisen Dillingen und Günzburg.

Höchstädt „Warum werde denn ausgerechnet ich geehrt? Ich mache doch das Normale“, lautete eine der Fragen an Helmut Weihele, den schwäbischen Ehrenamtsreferenten innerhalb des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV). Genau diese Einstellung aber macht die 49 ausgezeichneten Mitarbeiter in den Vereinen des Bezirks zu den sogenannten „Stillen Helden“, wie nicht nur Weihele bei dem zum 15. Mal veranstalteten Ehrenamtstag des Bezirks im Schloss Höchstädt betonte.

Eine ganze Reihe an Honoratioren aus Politik und Sport machte den Platzwarten, Trikotwäschern, Betreuern, Abteilungsleitern und Vorsitzenden ihre Aufwartung und hoben ihre Bedeutung hervor. „Wir zeichnen Leute mit der DFB-Sonderehrung aus, die sich nicht als ewige Besserwisser herausgestellt haben, sondern angreifen, wenn es etwas zu tun gibt“, betonte etwa Norbert Miesbauer, Vorsitzender des gastgebenden Fußball-Kreises Donau. BFV-Vizepräsident Volker Wedel würdigte die Geehrten als Grundsäulen des solidarischen Gemeinwesens und ergänzte: „Das Ehrenamt bringt nicht nur Arbeit, sondern auch Anerkennung. Das geht vom Lächeln eines Kindes zu dieser Auszeichnung.“

Dillingens Landrat Leo Schrell erinnerte daran, dass die Menschen in der Vergangenheit sich das Recht zur Mitgestaltung erst erkämpfen mussten, in Monarchien oder totalitären Systemen sei das keineswegs selbstverständlich. Daher sei ehrenamtliches Engagement eine Chance, keine Last. Und sein Donau-Rieser Amtskollege Stefan Rößle würdigte die Vereinsvertreter als Vorbilder, welche die Kinder und Jugendlichen dringend benötigen – „gerade in einer Zeit, in der die Wirtschaftsbosse diese Funktion verspielen und Ich-Bezogenheit vorleben“. Dass die Ehrung im Rittersaal des Schlosses Höchstädt stattfand, war für Rößle geradezu symbolhaft: „Denn für die Geehrten ist die Auszeichnung ein Ritterschlag.“ Ins gleiche Horn stieß Günzburgs stellvertretender Landrat Josef Langenbach, während Hermann Güller, Mitbegründer der Ehrenamtsbewegung in Deutschland und Vorsitzender der bayerischen Kommission, mit einem Strahlen auf der Bühne stand und verkündete: „Wir haben diesen Preis über all die Jahre hochgehalten und merken, dass es immer mehr Bewerber dafür gibt. Das zeigt, dass die Ehrung auch an der Basis einen hohen Stellenwert hat.“

Aktuell sind noch rund ein Drittel aller bayerischen Bürger im Ehrenamt in all seinen Facetten und weit über den Sport hinaus engagiert. Aber wie lange noch? „Ich bin mit den Worten begrüßt worden: Herr Weihele, solche wie Sie sterben aus“, berichtete der Bezirks-Ehrenamtsreferent bei seiner Schlussrede und antwortete darauf schlagfertig: „Ja, und davon haben wir da oben einen ganzen Saal voll.“ Und so lange das so ist, ist auch Weihele trotz aller Schwierigkeiten in der alltäglichen Arbeit nicht Angst um das ehrenamtliche Engagement.

Viel Arbeit mit der Organisation hatten sich der Kreis-Ehrenamtsbeauftragte Franz Schott zusammen mit den Verantwortlichen der SSV Höchstädt gemacht, die Schott vor Ort unterstützen. Weshalb er stellvertretend Geschenke an die Vereinsvertreter Jakob Kehrle und Gerald Maneth überreichte.


Tag des Ehrenamts


Ohne sie geht in den Sportvereinen nichts

Beim „Tag des Ehrenamts“ werden verdiente Funktionäre aus ganz Schwaben für ihre Arbeit ausgezeichnet. Aus dem Landkreis Günzburg kommen in diesem Jahr fünf Preisträger (17.07.2017)

Ein Mal im Jahr stehen die „stillen Stars“ im Rampenlicht. Diejenigen, die Trainings leiten, den Nachwuchs ausbilden, über die Finanzen wachen, Feste organisieren, Vereine führen. Der Regierungsbezirk Schwaben zeichnete beim „Tag des Ehrenamts“ in der Stadthalle Schwabmünchen über 60 Mitarbeiter von Vereinen aus ganz Schwaben aus, die sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich engagieren. Das Sportevent wird seit dem Jahre 1994 jährlich in einem der elf Sportkreise in Schwaben veranstaltet.

In den Ausführungen des Bezirkstagspräsidenten Jürgen Reichert sowie des BLSV-Vizepräsidenten und Bezirksvorsitzenden Bernd Kränzle wurden die Leistungen der Ehrenamtlichen im Sport ausführlich gewürdigt. Die Ehrenamtlichen seien die Seele des Sports und die Garanten für die Beständigkeit. Sie dienten dem Gemeinwohl und sorgten für die Verwurzelung und Integration der Mitbürger.

Der Sport diene der Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit. Die Sportler stünden für Toleranz, Fairness, soziale Kompetenz und gelten als Vorbilder. Sportliches Engagement sei gleich bürgerliches Engagement, so die beiden Funktionäre. Es müsse wieder als Ehre angesehen werden, wenn sich Bürger für die Gesellschaft engagieren. Neben Gemeinde und Kirche sei der Sport die „dritte Kraft“.

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert: „Dieser Ehrenamtstag gehört zu meinen schönsten Tagen. Der Sport ist ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Ehrenamt ist Heimatbildung“. Jürgen Reichert rief dazu auf, die Kinder stark zu machen, damit diese in der Zukunft Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen könnten. Auch Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller und der Augsburger Landrat Martin Sailer würdigten die unbezahlbaren Leistungen der Ehrenamtlichen und bedankten sich für deren unermüdlichen Einsatz.

Im Rahmen des Ehrenamstages wurde Bürgermeister Lorenz Müller für seinen unermüdlichen Einsatz für den Sport mit der BLSV-Verdienstplakette in Gold ausgezeichnet. Umrahmt wurde das Programm durch Einlagen des TSV Schwabmünchen.

Aus dem Sportkreis Günzburg wurden folgende Personen geehrt:

Doris Brandner (TSV Nieder- und Hohenraunau),

Hildensperger (SV Scheppach),

Elfriede Marz und Rudolf Stöppel (VfR Jettingen).

Das Ehepaar Brandner macht sich beim TSV Niederraunau bereits seit vielen Jahren für die Jugendarbeit im Bereich Leichtathletik stark. Hildensperger ist langjähriger Vorsitzender seines Heimatvereins. Elfriede Marz ist in der Volleyball-Abteilung des VfR Jettingen engagiert, Rudi Stöppel ist Kassierer des Vereins.


Goldene Raute



Dem VfR Jettingen hat der Bayerische Fußball-Verbands zum zweiten Mal die „Goldene Raute“ zuerkannt. (12.07.2017)

Im Rahmen des Sponsorentages, der bereits zum vierten Mal stattfand, wurde dieses Prädikat an den Vorsitzenden Günther Brenner übergeben. 
Die Auszeichnung würdigt die Vereinsleistungen in den Bereichen Jugend, Ehrenamt, Prävention und Breitensport. In vier verschiedenen Kategorien muss der Verein dabei jeweils mindestens sechs von zehn Punkten erfüllen. 
Das schafften die Jettinger. „Es zeigt, wie aktiv der Verein ist“, betonte der BFV- Ehrenamtsbeauftrage des Kreises Donau, Josef Wiedemann. Im VfR sei alles da, ob Gesundheitssport oder Präventionssport. „Ihr tut was für die Gesellschaft“, rief Wiedemann aus. Gleichzeitig verwies er auf das nächste Ehrungsziel des Vereins: Jettingen ist heiß auf die Zuerkennung der „Goldenen Raute mit Ähre“ im Jahr 2020.
Dass das Sportgelände in Jettingen mit Leben erfüllt sei, hätten zahlreiche Veranstaltungen und Wettbewerbe bewiesen. Nicht zuletzt wurde 2016 der Landesentscheid im Erdinger-Cup der Fußballer vor Ort ausgetragen. Auch war das VfR-Gelände einer jener Orte, an denen die Fußballferienschule des Bayerischen Fußball-Verbands stattfand. 
Dies alles könne nur im Ehrenamt bewältigt werden, betonte Brenner, und das auch nur mit Mitgliedern, die sich für keine Arbeiten zu schade seien, wie Vereinsehrenamtsbeauftragte Ulrike Weiser fortfuhr.
Klar, ohne Sponsoren geht es in keinem Sportverein. Brenner ging auf die Investitionen und Aktivitäten des ungefähr 1200 Mitglieder zählenden Vereins in den vergangenen Jahren ein. Die reichten von der Errichtung einer Flutlichtanlage auf Feld drei, Anschaffungen von Sportgeräten und Hütten für Trainingsgeräte bis hin zu größeren Reparaturen (Heizung) und Verbesserungen der drei Rasenspielfelder.

Geehrt wurden auch 25 engagierte Mitglieder, die auf eine ganz besonders lange Zugehörigkeit zum VfR zurückblicken. Die Auszeichnungen überreichten der BFV-Kreisvorsitzende Helmut Schneider in der Abteilung Fußball sowie der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV) Fritz Birkner in
den Abteilungen Tischtennis, Turnen und Volleyball.

Zu den Gratulanten zählte auch Jettingens Bürgermeister Hans Reichhart. Er betonte die Wichtigkeit treuer Mitglieder im Sportverein als Fundament für die Lebendigkeit in der Marktgemeinde. Es gehe eben nicht darum, als Einzelner oder als Mannschaft mal schnell ein Spitzenergebnis zu erzielen. Ein Verein müsse stattdessen ein dauerhaftes Ziel vor Augen haben. Auch der Bürgermeister ging am Freitag übrigens nicht leer aus: Er erhielt einen goldenen Fußball – in einem etwas kleineren Format.


Ehrungen für vorbildliche Vereinsarbeit

Der VfR Jettingen hat vom BFV die Goldene Raute erhalten. Auch Verdienste der Mitglieder wurden gewürdigt (27.06.2015)

Der VfR Jettingen hat aus den Händen des BFV-Kreisehrenamtsbeauftragten Josef Wiedemann die Goldene Raute erhalten. Die Raute ist vergleichbar mit der Zertifizierung in der freien Wirtschaft und würdigt die Leistungen in den Bereichen Jugend, Ehrenamt, Prävention und Breitensport. Von 40 Kriterien müssen 60 Prozent erfüllt werden, was dem VfR locker gelang: Die Jettinger erzielten 39 von 40 möglichen Punkten.

„Die Auszeichnung ist auch eine Würdigung für das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer, die hier in großer Anzahl vorhanden sind und vor allem im Hintergrund wirken“, betonte Wiedemann. Sichtlich stolz zeigten sich VfR-Vorsitzender Günther Brenner und seine Stellvertreterin Marion König sowie die Vereinsehrenamtsbeauftragte Ulrike Weiser über die Ehrung. Alle drei betrachten dies als Bestätigung der Arbeit im Verein als Gemeinschaft und als Beleg dafür, dass die gesteckten Ziele stets entsprechend erreicht werden, wobei die Messlatte sehr hoch gesetzt ist.

Der stellvertretende Landrat Josef Langenbach zitierte den früheren Bundespräsidenten Roman Herzog, der einst zu verstehen gab: „Unsere Gesellschaft wäre ohne ehrenamtlich tätige Menschen nicht nur ärmer und kälter, sondern auch wenig funktionsfähig.“ Bürgermeister Hans Reichhart unterstrich die Wichtigkeit des Ehrenamtes für die Infrastruktur und das Leben in der Gemeinde. Auch er würdigte den Einsatz und die Leistungen des größten Vereins am Ort mit seinen fast 1200 Mitgliedern.

Die VfR-Verantwortlichen haben die Überreichung der Goldenen Raute auch dazu benutzt, verdiente Mitglieder für mehr als 40-jährige Mitgliedschaft und langjährige Funktionärstätigkeit zu ehren. Abschließend sagte Günther Brenner, dass sich die Arbeit als Vorsitzender ständig zwischen Begeisterung über die erreichten Ziele, aber auch über Ernüchterung über Projekte, deren Ziellinie noch nicht erreicht sei, bewege.


Mehrzweckraum – Belegung im Sportheim


Montag
08:30 Uhr – 09:30 Uhr
Fit in die Woche 40 + – Ursula Walz

09:30 Uhr – 10:30 Uhr
Sixty Fit 60 + – Ursula Walz

18:00 Uhr – 19:30 Uhr
Abt. Tischtennis Jugend – Alex Erlenbauer

19:45 Uhr – 22:00 Uhr
Abt. Tischtennis Erwachsene – Alex Erlenbauer


Dienstag

18:00 Uhr – 20:15 Uhr
Volkshochschule – Manhardt-Bachmayer


Mittwoch
15:30 Uhr – 16:30 Uhr
Seniorengymnastik – Anni Weizenhöfer

16:45 Uhr – 17:45 Uhr
Seniorengymnastik – Anni Weizenhöfer

18:00 Uhr – 19:00 Uhr
Rücken Fit – Manhardt-Bachmayer

19:30 Uhr – 20:30 Uhr
Aerobic – Manuela Baur


Donnerstag

18:30 Uhr – 19:30 Uhr
Fitnessgymnastik
– Anke Dirr

19:30 Uhr – 20:30 Uhr
Rückenschule – Anke Dirr


Freitag
17:00 Uhr – 18:00 Uhr
Zumba – Heidi Weitmann

19:00 Uhr – 21:00 Uhr
Fußball Senioren – Sven Müller


Samstag

10:00 Uhr – 12:00 Uhr
Cheerleading – Jessica Holzmann


Sonntag
10:00 Uhr – 12:00 Uhr
noch frei


Daneben finden an diversen Samstagen TT-Punktspiele der Jugend statt. Beginn ist jeweils am Nachmittag um 15:00 Uhr.


 

BfV Ehrenamtspreis


Engagiert für ihren Verein und ihre Mitmenschen

Wiesenbacherin Heidi Olzmann erreicht in München den dritten Platz. Auch Jettingerin Yvonne Hahn geehrt

Yvonne Hahn in Jettingen macht sich ebenfalls für Menschen in Not stark. Als das Haus der Familie eines jungen Fußballers – Hahn trainiert die G-Jugend des VfR – abbrannte, organisierte sie eine Spendenaktion im Verein, bei der 1000 Euro zusammenkamen. Zudem organisierte sie für die Familie eine neue Unterkunft samt Einrichtung, Kleidung und Spielsachen für die Kinder.

Dazu ist sie gemeinsam mit ihrem Mann Karsten – dem Jugendleiter der VfR-Fußballer – immer mit dabei, wenn es im Verein Feste oder andere Veranstaltungen auf die Beine zu stellen gibt. Für die Fußballer organisiert sie zudem Schnuppertrainings im Ferienprogramm und für ihre jungen Kicker Besuche im Freizeitpark und bei Bundesligaspielen des FC Augsburg. Und quasi nebenbei ist sie noch stellvertretende Abteilungsleiterin der VfR-Turner.


Günther Brenner erhält den Ehrenamtspreis des BFV

Der Vorsitzende des VfR Jettingen erhält als erster schwäbischer Funktionär die höchste Auszeichnung auf Ebene des Bayerischen Fußballverbands

München Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat in München langjährige Vereinsmitarbeiter mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung erhielten bei der insgesamt 18. Galaveranstaltung dieser Art Günther Brenner (VfR Jettingen), Anton Weber (FC Rinchnach) und Peter Mayer (FC Bad Wörishofen). Sie landeten bayernweit auf den Plätzen eins bis drei und bekamen von Sponsor Lotto Bayern Geldprämien für die Förderung des Ehrenamts in ihren Vereinen. Brenner ist der erste Funktionär aus Schwaben überhaupt, der diese Auszeichnung erhielt. Sein Preis ist mit 2500 Euro dotiert, die der Förderung des Ehrenamts im VfR zugutekommen sollen.

Bis kurz vor der Preisverleihung wusste der Bayern-Sieger aus Jettingen nicht konkret, dass er die ganz große Würdigung erhalten könnte. „Da haben die ein Geheimnis draus gemacht.“ Umso größer war seine Freude, als es so weit war. In einer ersten Stellungnahme sagte Brenner: „Es macht mich stolz, in der Geschichte des BFV-Ehrenamtspreises der erste schwäbische Vereinsmitarbeiter zu sein, der den ersten Platz belegt.“ In der Stunde der öffentlichen Auszeichnung dachte Brenner sofort an seine Weggefährten und formulierte: „Die Ehrung ist auch eine Auszeichnung für alle Mitarbeiter in meinem Verein, die wirklich Großartiges leisten.“ Gerührt zeigte sich Brenner, als ihm seine drei Töchter direkt am Ort der Veranstaltung, dem GOP Varieté-Theater, ein selbst gefertigtes Plakat mit Fotos und der Aufschrift „Herzlichen Glückwunsch Paps“ überreichten. „Da ging’s auf die Tränendrüse“, gestand der 61-Jährige.

Bei der Gala würdigten BFV-Präsident Dr. Rainer Koch, Ehrengast Reiner Calmund und Verbands-Ehrenamtsreferent Hermann Güller die herausragenden Leistungen der 24 bayerischen Kreissieger. Sie seien stellvertretend für das Engagement aller ehrenamtlichen Vereinsfunktionäre und Helfer in den 4696 Fußball-Vereinen Bayerns zu sehen. Calmund brachte deren Leistungen auf den Punkt, indem er betonte: „Ohne Ehrenamt geht im Fußball gar nichts.“ Güller wandte sich an alle Preisträger, als er sagte: „Auch wenn viele Ehrenamtliche immer wieder betonen, dass ein Danke nicht nötig ist, finde ich es außerordentlich wichtig, immer wieder zu sagen, dass wir stolz auf die Menschen im Ehrenamt sind.“ Auch Koch hielt fest, dass sich Sportler, Funktionäre und Fans gar nicht genug bedanken könnten für den Einsatz an der Fußball-Basis. „Ob als Betreuer, Platzwart, Trikotwäscher, Jugendleiter, Kassier oder Vorsitzender: Jeder ehrenamtliche Vereinsmitarbeiter hat es verdient, dass sein Engagement auch öffentlich gewürdigt wird.“

Aus insgesamt 340 Vorschlägen hatte der BFV im Vorfeld die 24 Kreis-Sieger und die drei Gewinner der Geldpreise ausgewählt. Alle 24 Kreissieger dürfen im kommenden Frühjahr an einem vom BFV und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) organisierten Dankeschön-Wochenende teilnehmen.

Bei der Ehrenamts-Gala zeichnete der Bayerische Fußball-Verband zudem drei Personen mit dem BFV-Sonderpreis aus. Trainer-Legende Karsten Wettberg erhielt den Preis stellvertretend für alle Amateurtrainer in Bayern. Krankenschwester Melanie Büttner bekam den Sonderpreis für ihren beherzten Einsatz während eines Spiels, mit dem sie Schiedsrichter Wolfdieter Jahreis, der einen Herzinfarkt erlitten hatte, das Leben rettete. Ein weiterer Sonderpreis ging an Manuel Beck, der sich trotz seiner Erblindung als Medienbeauftragter des Bayernligisten VfL Frohnlach engagiert.


Silberne Raute



Die Ehrenamtskommission des Bayerischen Fußball-Verbandes hat im November 1998 die „Silberne Raute“ eingeführt. Das Ziel dieses Gütesiegels ist es, die BFV-Mitgliedsvereine im Verdrängungswettbewerb der verschiedenen Sportarten zu unterstützen und die Arbeit in den Vereinen zu optimieren.

Durch den Erwerb des Gütesiegels  „Silberne Raute“, das vergleichbar mit einer Zertifizierung in der freien Wirtschaft ist, kann der Verein nach außen sichtbar demonstrieren, dass er in Führung, Organisation, sozialem Engagement und in seinen Angeboten den hohen gesellschaftlichen und sportlichen Anforderungen unserer Zeit gerecht wird.

Nicht zuletzt sind die gesamten vierzig Kriterien – gegliedert in vier Kategorien – auch eine Aufzählung von Anforderungen an den modernen Fußballverein unserer Zeit. Sie sind gleichsam eine Leistungsbeschreibung für jeden Mitarbeiter in unseren Vereinen, und vor allem für die Führungskräfte.

Aufgrund der großen Akzeptanz wurde die „Silberne Raute“ um die „Goldene Raute“ und die „Goldene Raute mit Ähre“ erweitert. Die Gütesiegel werden mit der Jahreszahl, in der sie erworben wurden, verliehen. Vereine, die innerhalb von fünf Jahren die Leistungen mindestens einmal wiederholen, können im sechsten Jahr nach der Verleihung der „Silbernen Raute“ die „Goldene Raute“ erwerben. Vereine, die innerhalb von fünf Jahren die Leistungen der „Goldenen Raute“ wiederholen, können im elften Jahr nach der Verleihung der „Silbernen Raute“, die „Goldene Raute mit Ähre“ erwerben.

Erwerb des Gütesiegels Silberne Raute

Der Verein meldet seine Bewerbung bei seinem Kreis-Ehrenamtsbeauftragten an. Von diesem erhält er das Rautenheft. Darin sind vier Aufgabenfelder mit jeweils 10 Angeboten aufgeführt.

Innerhalb eines Jahres (muss nicht Kalenderjahr sein) sind insgesamt 24 Aufgaben zu erfüllen, aus jedem der vier Felder mindestens vier, wobei das erste Angebot in jedem Aufgabenfeld eine Pflichterfüllung erfordert. 

Auf Rücksprache mit dem Bezirksehrenamtsreferenten können auch besondere Leistungen des Vereines innerhalb der Aufgabenfelder adäquat anerkannt werden.

Doppelmeldungen von Personen oder Aktionen können nur gewertet werden, wenn damit auch verschiedene Aufgabenfelder erfüllt werden.

Die Jahreszahl auf der Urkunde gilt für das Jahr, in der die Raute beantragt wird und muss spätestens am 2. Januar des Folgejahres beim Kreisehrensamtsbeauftragten vorliegen.

Der Verein meldet seine Aktionen dem Kreis-Ehrenamtsbeauftragten. Dieser bestätigt die ordnungsgemäße Durchführung und veranlasst die Verleihung des Gütesiegels durch den Verband.

Der Verein kann bei Wiederholung wählen, ob er eine Auszeichnung als Urkunde im Rahmen (kostenpflichtig) oder als Bestätigungsschreiben an den Verein (kostenfrei), wünscht.