Generalversammlung des VfR Jettingen



Wie ein roter Faden zog sich der Bedarf und die Notwendigkeit einer neuen Sporthalle durch die diesjährige Generalversammlung des VfR Jettingen. Seitens des Marktes wurden ja bekanntlich 200.000 € für Planungskosten und Baugrundgutachten etc. in den Haushalt eingestellt. Bürgermeister Reichhart sicherte zu, dass es nicht bei einer Planung bleibt, sondern der Neubau auch in Angriff genommen wird, um den räumlichen Engpass sowohl im kulturellen, als auch im sportlichen Bereich zu verringern.

In seinem Rechenschaftsbericht hob der Vorsitzende Günther Brenner heraus, dass dieses Thema bei jeder der sieben Vorstandssitzungen auf der Tagesordnung stand. Daneben wurden rd. 30 weitere, verschiedene Punkte und Themen abgearbeitet. Als absolutes Highlight des abgelaufenen Jahres sah Brenner die Einladung des Bayer. Rundfunks zur Sendung „Einwurf“ an. Hier waren 15 Vereinsvertreter – überwiegend Jugendtrainer und -Betreuer – Gäste bei der Livesendung mit Moderatorin Marianne Kreuzer sowie Fritz von Thurn und Taxis, Thomas Hitzlsperger, Severin Freund und Max Schmidt.

Anschließend folgten die Berichte der einzelnen Abteilungen. Für die Tischtennisabteilung blickte Abteilungsleiter Werner Feuchtmayr auf eine erfolgreiche Runde der kleinsten Abteilung zurück. Nach div. Abgängen vor der Saison konnte das Ziel Klassenerhalt durch alle Mannschaften erreicht werden. Er erwähnte, dass künftig die Eltern der Kinder und Jugendlichen verstärkt einbezogen werden. Durch separate Turniere „Jugend und Eltern“ oder eigene „Familienturniere“ sollen neue Mitglieder und Aktive gewonnen werden.

In der Volleyballabteilung sind insgesamt 10 Teams im Einsatz. 4 Erwachsenen-, ein Seniorinnen und 5 Jugendmannschaften kämpfen um Punkte. Für Damen II besteht die Möglichkeit des Aufstiegs in die Bezirksliga über die Relegation, während die Herren wieder den Weg zurück von der Bezirksliga in die Kreisliga antreten müssen.

In der Pokalrunde kann sich eine Damenmannschaft im September mit Mannschaften der Landesliga duellieren, nachdem man einige Runden erfolgreich überstanden hat. Im Jugendbereich sind derzeit ca. 40 Kinder und Jugendliche im Trainingsbetrieb. Einen hervorragenden 4. Platz belegten die Seniorinnen bei der deutschen Meisterschaft im letzten Jahr. Auch dieses Jahr hat man sich wieder für die „Deutsche“ in Berlin qualifiziert.

Hervorragend angenommen werden auch die beiden Beachfelder, auf denen im letzten Jahr 15 Turniere mit 122 Mannschaften stattgefunden haben.

Für die verhinderte Turnabteilungsleiterin Ursula Walz erstattete die stv. Vorsitzende Marion König den Rechenschaftsbericht. 11 verschiedene Gruppen im Erwachsenensport, 8 Gruppen im Kinder- und Jugendbereich zeugen von umfangreichen Aktivitäten. Mit der Übungsleiterin Anni Weizenhöfer, die trotz ihres hohen Alters von 89 Jahren noch jede Woche zwei Seniorengruppen leitet, steht eine von 36 Übungsleitern zur Verfügung, die sich um das sportliche Wohl kümmern.

Auch die Leichtathleten waren wieder sehr erfolgreich. vier dritte Plätze, drei zweite Ränge und sechs Meistertitel wurden bei schwäbischen Meisterschaften errungen. Bei den süddeutschen Titelkämpfen erreichte Maria Zanker einen hervorragenden vierten Rang, während Federico Seckler als einziger Athlet die Norm für die deutschen Meisterschaften erreichte. Auch 124 abgelegte Sportabzeichen rundeten das sehr gute Ergebnis ab.

Im Fußballbereich kämpfen derzeit 10 Jugendteams sowie zwei Seniorenmannschaften um Siege und Punkte. 151 Kinder werden derzeit von 25 Trainern und Betreuern geschult. Alle vier Großfeldjugendmannschaften spielen in der Kreisliga, wobei die A + B-Jugend noch Aufstiegschancen haben.

Nach den letztjährigen Aufstiegen der beiden Seniorenteams konnten beide Mannschaften die Klasse halten und liegen diese Saison auf relativ sicheren Plätzen in den jeweiligen Ligen. Den jungen Mannschaften bieten sich durchaus noch Chancen, weiter nach oben zu kommen, falls sie von Verletzungspech verschont bleiben.

Mitgliederverwalter Miehle teilte mit, dass 141 Personen ausgetreten, jedoch andererseits 144 Zugänge zu verzeichnen waren, sodass sich die Mitgliederzahl auf 1.202 erhöht hat. Während in den jugendlichen Bereichen von 0 – 26 Jahren der VfR über dem BLSV-Schnitt lag, war bei der älteren Generation das Gegenteil der Fall. Hier besteht noch Nachholbedarf, um den BLSV-Schnitt zu erreichen. Hier erwartet man sich durch den Neubau einer Halle einen möglichen Schub, wenn auch neue Angebote möglich sind.

Neben den Darlehensrückzahlungen für die Sportanlage konnte im letzten Jahr lt. Schatzmeister Stöppel ein erfreulicher Überschuss erwirtschaftet werden, sodass die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde.

Die Vereinsehrenamtsbeauftragte Ulrike Weiser hob anschließend die Auszeichnungen des letzten Jahres heraus. So konnte der VfR die „Goldene Raute“ wiederholen und deshalb eine Urkunde in Empfang nehmen.

Beim Bezirksehrenamtstag des BFV in Rammingen wurden mit Richard Beurer und Alois Haas zwei verdiente ehrenamtliche Mitarbeiter des VfR mit dem „Lebensoscar“ ausgezeichnet. Beim „Tag des Ehrenamts“ des Bezirks Schwaben wurden zwei weitere VfR`ler mit Elfriede Marz und Rudi Stöppel geehrt.

Laut Vorstand Brenner sind dieses Jahr noch einige Investitionen neben den laufenden Erhaltungsmaßnahmen vorgesehen, während auf dem Sportgelände noch einige besondere Aktivitäten durchgeführt werden. Neben dem jährlich stattfindenden Turnier der E und F-Jugendteams, dem Menschenkickerturnier der Raiffeisenbank, der Marktmeisterschaft der Senioren, dem BFV-Feriencamp ist auch wieder ein Freundschaftsspiel des FC Augsburg geplant. Ehrungen rundeten den gelungenen Abend ab.


Für 40 Jahre Mitgliedschaft im VfR wurden geehrt:

Griffel             Richard
Langer            Henriette
Schneider       Cornelia
Wengenmayer Gerhard
Wengenmayer Otto

Auf 50 Jahre Mitgliedschaft können zurückblicken:

Forster            Alfred
Forster            Martha
Karas              Gabriele
Kraus              Werner
Luible              Melchior
Walz               Horst

60 Jahre Vereinstreue zum VfR haben bewiesen:

Fendt              Karl
Radinger         Josef
Wagner           Ambros

Heinz Gundl hat bereits 65-„VfR-Jahre“ auf dem Buckel und erhielt einen Geschenkkorb überreicht, während die anderen geehrten Personen mit einem Sachgeschenk bzw. Gutscheinen ausgezeichnet wurden.


v.l.n.r. 1.Bürgermeister Hans Reichhart, Henriette Langer, Cornelia Schneider, Otto Wengenmayer, Vorstand Günther  Brenner, Josef Radinger, Heinz Gundl, Martha Forster,Alfred Forster und Melchior Luible.
Foto: Ulrike Weiser