Ausflug der Jugendtrainer zur Davidhütte vom 13.01.-15.01.17

Jugendleiter Karsten Hahn hat alle Jugendtrainer und Betreuer als kleines Dankeschön für ihre geleistete Jugendarbeit für ein Wochenende auf die Davidhütte bei Innsbruck eingeladen. Am Freitagmittag setzte sich der Konvoi mit 17 Personen in 4 Autos in Richtung Österreich in Bewegung. Punkt 16:00 Uhr erreichten wir dann unser Ziel, das Skigebiet Patscherkofel bei Igls. Von da aus ging es mit der Gondel zur Bergstation auf ca. 1950 m. Hier wurden wir von unserem Vermieter Herrn Niccolussi mit einem Pistenbulli abgeholt.

Dieser brachte unser Gepäck zu der auf ca. 1800 m Höhe liegenden Davidhütte. Dies war allerdings nicht ganz so einfach, da wir sehr viel Gepäck transportieren mussten und am Pistenbulli nur ein normaler Pkw-Anhänger angehängt war. So mussten wir unterwegs des öfteren das Gespann aus dem vielen Neuschnee befreien. Martin war hier der Mann an der Schaufel, die jüngeren mussten schieben und Jugendleiter Karsten gab den Antreiber. Nach anstrengenden 1 ½ Stunden kamen wir dann, schon bei Dunkelheit, an der Davidhütte an. Zum Glück hatte unser Vermieter den riesigen Kacheloffen bereits befeuert,  so dass wir uns erstmal alle aufwärmen konnten. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, ging es darum das Abendessen vorzubereiten. Zum Glück hatten wir mit Benno und Marco hier ein gut eingespieltes Team in der Küche. So wurden schnell die Pizzabrötchen mit dem Aufstrich von Manuels Mutter Alexandra bestrichen und im Backofen zubereitet. Hierfür nochmals ein herzliches Dankeschön an Alex! Nachdem wir gestärkt waren ging es dann zum gemütlichen Teil des ersten Tages über. An allen Tischen wurden allerlei Spiele gespielt oder es wurde viel über Fußball diskutiert. Am Samstagmorgen, einige hatten nur 2 – 3 Stunden Schlaf bekommen, wurde gemeinsam gefrühstückt. Bei frischen Brötchen, Butter Marmelade und jede Menge Nutella wurde der kommende Tag geplant. Um 10:30 Uhr machten sich die Skifahrer auf den Weg zum Skigebiet. Sie konnten hierfür direkt von der Hütte mit den Skiern zum etwa 500 m entfernten Skigebiet Patscherkofel fahren. Kurz nach dem Mittag machte sich dann eine Gruppe junger unerschrockener Wanderer auf, die Patscher Alpe zu suchen. Mit der Hoffnung auf freies Wlan und Pommes nahmen sie alle Strapazen auf sich. Leider wurden ihre Sehnsüchte nicht erfüllt und völlig demoralisiert traten sie den Rückweg zur Davidhütte an. Auf den letzten Metern, die Hütte schon in Sichtweite, machten sie allerdings einen fatalen Fehler. Sie nahmen nämlich nicht den einfachen etwas längeren Weg, nein unsere Hobbywandertruppe nahm den direkten Weg den Steilhang hoch, durch teilweise 1 m Tiefschnee. So kam es, dass sich dieser letzte Aufstieg zu einem Martyrium entwickelte. Für jede hart erkämpften 10 m Aufstieg kam ein 5 m Rückwärtssalto in den Tiefschnee. Tobi hatte schon mit allem abgeschlossen und sich kraftlos in den Schnee fallen lassen. Doch seine Kumpels gaben ihn nicht auf und putschen ihn die letzten Meter den Hang hinauf. Endlich in der Hütte angekommen, schworen sie sich nie wieder einen Fuß neben einen ausgeschilderten Wanderweg zu setzten. Nach dem ein oder anderen Bier kehrten ihre Lebensgeister dann schnell wieder in ihre Körper zurück. Um ca. 16:30 Uhr kehrten dann auch unsere Skifahrer zur Hütte zurück und waren voll auf zufrieden mit ihrem Tag auf der Piste. Am Abend bereitete dann das neue Küchenteam Franky und Karsten die Spagetti Bolognese zu. Danach wurde wieder an allen Tischen allerlei gespielt und man ließ die vielen Erlebnisse des Tages bei viel Gelächter nochmals Revue passieren. Nachdem man am Sonntag wieder gemeinsam gefrühstückt hatte, ging es bereits wieder ans zusammenpacken für die Heimreise. Hier halfen alle zusammen und Ruckzuck war die Hütte auch schon aufgeräumt. Nun begann der abenteuerlichste Teil unseres Ausfluges. Um ca. 12:30 Uhr kam unser Vermieter an der Hütte an um uns mit seinem Pistenbulli wieder zur Bergstation zu bringen. Allerdings kam er mit einer sehr schlechten Nachricht zu uns in die Hütte. Kurz vorher, bei der Fahrt zu unserer Hütte, ging eine Schneekette am Pistenbulli kaputt. Somit konnte er uns nicht zur Bergstation fahren und wir sahen uns schon gezwungen unser ganzes Gepäck den anstrengenden Aufstieg zur Bergstation selber hochtragen zu müssen. Doch da kam Ralf ins Spiel. Unser angehender Kfz-Mechaniker inspizierte den Schaden und machte sich sofort daran diesen provisorisch zu reparieren. Nach ca. 30 min. hatte er es tatsächlich fertig gebracht, die Schneekette soweit zu reparieren, damit sich der Pistenbulli mit unserem gesamten Gepäck in Richtung Bergstation in Bewegung setzten konnte. Unter ständiger Kontrolle von Ralf erklomm der Bulli Meter für Meter den Anstieg Richtung Bergstation. Auf halber Strecke gab allerdings auch die provisorisch reparierte Schneekette ihren Geist auf. Doch Ralf gab nicht auf und schaffte es abermals den Schaden zu richten. Noch etwas langsamer und vorsichtiger ging es dann weiter Richtung Gondel. Tatsächlich hielt dies dann bis zum Ende unseres Aufstieges und Ralf war an diesem Tag unser großer Held. Unser Vermieter Herr Niccolussi bedankte sich tausendmal bei Ralf für seinen Einsatz am Pistenbulli. Nachdem wir uns dann von unserem sichtlich erleichterten Vermieter verabschiedet hatten, ging es mit der Gondel ins Tal. Im Konvoi ging es dann wieder in Richtung Deutschland. Kurz vor dem Ziel kehrte man standesgemäß, wie bei solchen Ausflügen üblich, noch bei MC-Donalds ein. Danach ging es dann für alle nach einem super Wochenende zurück zu ihren Familien, wo sie mit Sicherheit viel zu erzählen hatten. (Aber bitte nicht alles ).

Für mich als Jugendleiter war es schön zu sehen, was für einen tollen Trainerstab wir haben, bei dem sich alle super miteinander verstehen und wir eine Klasse Kameradschaft haben. Da es allen so gut gefallen hat, denke ich, dass einer Neuauflage 2018 nichts im Wege steht.

 

Karsten Hahn

Jugendleiter

VfR Jettingen


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